Sturm

Gestern hatten wir hier Sturmwarnung. Das Wetter war großartig. Es tobt überall, das ist so lebendig.

Bei meinen Arbeiten mit alten Bücher ist mir letzt ein so gutes Gedicht untergekommen, daß ich es herausheben mußte.

Dieses Gedicht geht mir seit gestern nicht mehr aus dem Kopf.

 

Sturm

Links das Meer und ruft nach Beute,

rechts das Moor und kahle Weite

und der Sturm darüberhin.

Mond gehetzt durch Regenpfützen,

Sterne, die nur locker sitzen,

eine Welt nach meinem Sinn!

 

Eine Welt und keine Erde,

spricht mit anderer Gebärde.

Worte sind hier rasch verweht,

Werte sind hier rasch gewogen,

wie die Kiefer, windzerbogen,

auf die Knie zurückgedreht.

 

Links der Tod und rechts das Grauen,

eine Weld um aufzubauen,

Sturm, so bring mich doch zu Fall!

Allen Kräften bin ich Mitte,

ein Befehl und keine Bitte.

Fall ich, ist ein Riss im All.

 

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