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Pflanzenkohle

Demnächst (irgendwann wird demnächst sein) ziehe ich in die Geest. Ich bin den fetten, schweren Marschboden, der bei Regen an den Stiefeln klebt, aber eine unheimliche Wuchskraft hervorbringt, gewohnt.


(Meine vernachlässigte Parzelle schüttet Apfel runter.)
Von dem Geestboden bin ich erstaunt bis entsetzt. Mutterbodenschicht ca. 30 cm und das alles sandig. Gut die Hälfte des Grundstücks ist bewaldet, dort geht man wie auf Kissen. Laub und Holz haben wir ohne Ende, davon viel Eiche. Unter dem Waldhumus kommt doch schnell der Sandboden und dann einfach heller Sand, gut zu sehen an dem Sturmschaden.
Im Sommer 17 (sehr verregnet) sind die Ebereschenbeeren, ich liebe sie in Marmelade und Kompott, am Baum vertrocknet. Wenn die ganze Gartenwirtschaft in Richtung Selbstversorgung gehen soll, muß etwas größeres passieren.


Kompostwirtschaft ist mir vertraut und wir haben viel für nächstes Jahr vorbereitet. Aber ich glaube das wird hier nicht reichen. Bei der letzten Pflanzung am Waldrand war der Boden unter der Laubschicht trocken, erstaunlich bei diesem Regenwetter.

Ich komme bei meiner Recherche also von Terra Preta zu Pflanzenkohle. Die müssten wir selbst herstellen, es gibt viel Holz, Stämme, Äste, Häcksel und den Dachboden voll mit Heu und Stroh. Mit den Stroh würde ich das mit dem Kon-Tiki gerne ausprobieren, so als Erdlochvariante.

Mit den Permakulturgrundsätzen im Kopf kann ich es schlecht verwinden, wenn die entstehende Energie verpufft. Damit muß man doch heizen können?!
Mein Minihaus bekommt einen Ofen, wenn es geht als Herd und als Heizung. Kann dieser Ofen nicht das Holz vergasen (Holzvergaseröfen habe ich viele gefunden) und im Kohlestadium wieder freigeben? Hm, Ablöschen geht blöd im Haus, schon gar nicht mit Kuhurin. (Ich hab noch ne große Hemmung meinen zukünftigen Nachbarn danach zu fragen, der würde mich für schwer verwirrt halten).


Um etwas Kohle für die Apfelbaumpflanzung zu haben, wurde die Asche aus dem heimischen Ofen durchgesiebt, wie sie geimpft wurde schreib ich jetzt nicht.

Diese Dose-im-Ofen-Metode ist schon mal ne Möglichkeit.

Das muß doch besser gehen!

Ich suche einen Ofen der :
– Kochen kann (backen wäre schön, ist aber zweitrangig)
– Heizen kann (wasserführend ist auch noch son Wunsch)
– Kohle produziert

Hat jemand eine Idee???

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Heuboden

Im Hallenhaus gibt es einen Dachboden hochangefüllt mit Stroh und Heu, zum Teil sind es noch mit Stroh von Hand gebundene Garben, Roggenlangstroh, wie alt ist den sowas?
Auf der Hille liegt auch noch Stroh herum, was soll man damit machen?

Der Dachdecker, der der sich mit Reet auskennt, er kann die Herkunft des Reetes riechen, z.T. gutes Weserreet auf meinem Dach sagt er, füllte sich durch diese Fülle animiert damit mal das Dachdecken nach historischem Vorbild zu versuchen und zwar am seinem Gartenhäuschen. Während seines Sommerurlaubes nahm er eine Ladung mit.

Als Resultat bekam ich leider nur die Nachricht, daß es doch sehr zeitaufwendig ist das Stroh zu sortieren und zu bündeln, er hatte nach einigen Stunden nur 23 Bündel geschafft. Zeit hat dieser Dachdecker nicht, in seinem Angebot stand gleich Ausführungstermin in 4 bis 8 Monaten. Experiment kam zum Stillstand.

Jetzt liegt immer noch alles auf dem Dachboden voll, einen kleinen Gang zum Fenster gibt es schon. Ein Teil über dem Kammerfach war oder ist schon am Gammeln, weil es so lange durchs Dach regnete. Das muß da dringend weg, wahrscheinlich leidet schon das Holz und die Balken.

Einiges hat der Mann herausgeschafft, das ist nur was für ganz Harte, die Anderen kriegen keine Luft oder im Sommer einen Hitzschlag.

Ein zukünftiges Beet ist jetzt mit Stroh abgedeckt, das unterdrückt hoffentlich den vorherigen Bewuchs. Ein zweites Beet kam das nächste Mal dazu. Das Stroh vom Dach hohlen kann man immer nur 45 Minuten am Stück, wenn Frau will das Mann das überlebt.

Irgendwann muß es damit weitergehen.
Was soll alles mit Stroh  abgedeckt werden, die Neophyten vielleicht?

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Sturmschaden

Wenn man ein Grundstück von 1,7 ha hat und die gute Hälfte davon bewaldet ist, geht frau nicht jeden Tag das ganze Grundstück ab. Sollte Frau aber, besonders nach den Stürmen dieses Herbstes.

Zwei umgestürzte Eichen blieben ca. 10 Tage unentdeckt, der Eine riß den Anderen mit und sie schlugen eine Schneise.

Sturm – Kraft der Natur –      Gewalt!
, wenn man sich diese dicken Eichen ansieht.
Naturgewalten finde ich immer wieder beruhigend (in diesem Fall beeindruckend!), weil der Mensch sich so viel 
herausnimmt.

Noch mehr Feuerholz oder Holzhäcksel oder Benjes-Hecke-Material und  –  Arbeit , puh…

Tja und die Lichtung!? Ich bin seit Monaten auf der Suche nach einen Platz für den Walnussbaum, hier könnte er sein.

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Mauerdurchbruch

Diese Mauer teilt Hof und Garten von einander(hier liegt im Hof noch der Haufen Bäume und Gestrüpp). Diese Mauer ist ausnehmend lang und grade und man hat keinen schönen Zugang zum zukünftigen Gemüsegarten, der entsteht hoffentlich dort, wo jetzt noch Wüste ist.

Der Hof ist sehr abgegrenzt, da muß ein Durchbruch her, ungefähr mittig. Denkmaldezernat nicht vergessen-Antrag gestellt- genehmigt-Poller bauen ist Auflage.

 

Dann los!

Resultat nach Tag 1, ich wollte mal sehen, wie es mit so einer eingerissenen Mauer aussieht, Schubkarre passt durch.

Okay, ist nich so schön. Also weiter machen, Pfeiler hoch ? Pfeiler  niedrig?

So sieht es jetzt gut aus mit der original hier vorhandenen Sandsteinplatte abgedeckt.

Noch zwei Bäumchen gepflanzt, Esskastanien, irgendwann schütten die im Herbst Essbares runter.

Fertig!

 

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Trümmerfrau

Ja, sagt mein Maurer zu mir, komme mir auch so vor.

Ich klopfe drei Tage und er mauert alles innerhalb einer halben Stunde weg.

Die alten Tonziegel gefallen mir und ich hatte mir gewünscht, daß die alten Steine wieder verarbeitet werden. Aber ich bin nicht so hart gesotten und könnte daraus ganz Berlin aufbauen.

Hier ist neues Maurermaterial.

 

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